{"id":60,"date":"2013-11-26T18:47:15","date_gmt":"2013-11-26T16:47:15","guid":{"rendered":"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/?page_id=60"},"modified":"2022-04-08T18:13:51","modified_gmt":"2022-04-08T16:13:51","slug":"kirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/?page_id=60","title":{"rendered":"Kirche"},"content":{"rendered":"<div id=\"Text397LYR\">\n<h1 align=\"CENTER\"><b><span style=\"font-size: small;\">Pfarrkirche St. Michael<\/span><\/b><\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0Am 18.10.1889 wurde der f\u00fcnfzigj\u00e4hrige Priester Ferdinand Lasser, vorher Expositus zu Dorfbach, Pfarrer in Aufhausen. Schon bald wurde klar, dass der Neubau der Pfarrkirche eine seiner wichtigsten Aufgaben werden w\u00fcrde. Obwohl die Kirche in Aufhausen erst von 1867 bis 1869 im neugotischen Stil renoviert worden war, erschien das alte Gotteshaus dem Baueifer der Epoche doch als unzureichend. Man verwies etwa auf die Zunahme der Pfarrangeh\u00f6rigen, deren Zahl sich bis zum Jahre 1890 auf 751 erh\u00f6ht hatte; im Jahre 1828 hatte die Zahl noch 713 betragen, und doch hatte man damals befunden, dass die Kirche \u201cziemlich klein\u201d sei. Um hier abzuhelfen, dachte man ab 1891 an eine Erweiterung der bestehenden Kirche; 1892 genehmigte die Regierung in Landshut dann die Absicht der Pfarrei, mit dem Architekten Johann Baptist Schott aus der vorhandenen Kirche \u201ceine dreischiffige Kirche zu bauen\u201d. Mit Schott hatte sich die Pfarrei des Meisters versichert, der von etwa 1885 an bis zu seinem Tod im Jahre 1913 das Baugeschehen in der Di\u00f6zese Passau pr\u00e4gte. Um die Zeit der Aufhausener Pl\u00e4ne war Schott gerade mit den Neubauten der Pfarrkirchen zu Alkofen, Sch\u00f6nau und Zwiesel besch\u00e4ftigt; die Neubauten der Pfarrkirchen von Ortenburg, Thalberg und Ludwigsthal standen in der Planungsphase. In deren Verlauf wurde die zun\u00e4chst angestrebte Erweiterung zugunsten eines Neubaus verworfen, da die jetzige Pfarrkirche daselbst absolut nicht zweckdienlich umgebaut werden kann. Die Planung \u00fcbernahm nun der Bauamtmann bei der Regierung in Landshut, Anton V\u00f6lkl. Es ist unklar, warum V\u00f6lkl zum Zuge kam, wom\u00f6glich war Schott einfach \u00fcberlastet, vielleicht hat V\u00f6lkl nur erste Pl\u00e4ne ausgef\u00fchrt, die von Schott \u00fcberarbeitet worden sind. Stilistisch ist der Aufhausener Kirchenbau n\u00e4mlich durchaus in das Werk Schotts einzuordnen. Andererseits war auch V\u00f6lkl ein angesehener Baumeister, der seit den 70er Jahren an nicht wenigen Kirchen gearbeitet hatte und gerade anfangs der 90er Jahre mit wichtigen Bauten hervortrat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der fertige Bauplan sah Kosten von ca. M 27.000 vor und erhielt gem\u00e4\u00df Bescheid der Regierung von Niederbayern vom 23.11.1893 \u201cin \u00e4sthetischer Hinsicht die Allerh\u00f6chste Genehmigung\u201d, wobei allerdings die Einbindung des beibehaltenen alten Kirchturms beanstandet wurde. Nachdem die Kirchenstiftung nach Ansicht der Regierung die notwendigen Mittel nicht aufbringen konnte, und die Regierung deswegen die Erlaubnis zum Baubeginn verweigerte, erkl\u00e4rte sich der Baumeister Joseph Eder von Geisenhausen bereit, die Ausf\u00fchrung des Baues f\u00fcr nur M 24.500 zu \u00fcbernehmen. Die Grundsteinlegung erfolgte um Ostern 1894. W\u00e4hrend der Bauzeit fanden die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen in dem ganz neuen ger\u00e4umigen Getreidespeicher des Nachbars, des Bauers Obermaier statt. Schon am 04.11.1894 erfolgte die Benedizierung der neuerbauten Kirche. 1895 machte man sich dann an den Turm, der um den Betrag von M 2.248 renoviert werden sollte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Mit Abschluss der Bauarbeiten pr\u00e4sentierte sich die neue Pfarrkirche St. Michael als einschiffiger Saalbau nach sp\u00e4tgotischen Formen, wobei der Chor zu zwei Jochen und einem 3\/8-Schluss und das Langhaus zu vier Jochen mit einem Netzrippengew\u00f6lbe versehen waren. Die Innenausstattung war im neugotischen Stil. Auch in seiner \u00e4u\u00dferen Erscheinung geh\u00f6rte der verputzte Ziegelbau mit Strebepfeilern und dem Vorzeichen an der westlichen Stirnwand zu den bezeichnenden Bauten der Heimatstilbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">In den nach der Bendizierung folgenden Jahren wurde die Ausstattung vervollst\u00e4ndigt: zu der vorhandenen alten Glocke aus dem Jahre 1759 erhielt die neue Pfarrkirche im Jahre 1897 drei Glocken aus der Passauer Glockengie\u00dferei Gugg. Am 01.01.1898 wurde der neue Kreuzweg der Kirche geweiht. Am 19.05.1900 legte die Regierung von Niederbayern die gepr\u00fcfte Schlussrechnung des Kirchenbaus vor, dessen Gesamtkosten sich auf die stattliche Summe von M 63.553 beliefen, wobei noch ganz geringe Restkosten f\u00fcr die von der Passauer Firma Hechenberger gebaute Orgel zu erwarten waren. 1898 war n\u00e4mlich \u2013 trotz des wegen der finanziellen Belastung der Pfarrei erhobenen Widerspruchs des Ordinariats \u2013 eine neue Orgel angeschafft worden. Am 18.09.1902 erfolgte schlie\u00dflich die feierliche Konsekration durch Bischof Antonius Henle. 1912 erhielt die Pfarrkirche eine neue Turmuhr, 1920 legte man das elektrische Licht in die Kirche. Im Jahr 1935 wurde die Pfarrkirche innen renoviert.1936 lieferte die Glockengie\u00dferei Gugg in Straubing zwei neue Glocken, eine davon umgegossen aus einer der 1897 gegossenen Glocken. Bis auf eine (180 kg; 1897) fielen alle Bronzeglocken von 1897 und 1936 dem zweiten Weltkrieg zum Opfer, so dass man 1950 das Gel\u00e4ute durch zwei neue Glocken wiederum vervollst\u00e4ndigen musste. 1953 wurde die ganze Beleuchtungsanlage erneuert und im Zuge der Liturgischen Reform nach dem II. Vatikanischen Konzil wurden die neugotischen Alt\u00e4re entfernt, an diese Stelle trat eine moderne Ausstattung von Leopold Hafner, der das Kunstschaffen der Di\u00f6zese seit drei Jahrzehnten wesentlich bestimmt: ein Chorkreuz aus Kalksandstein mit Unterbau, der die vier Evangelisten zeigt, Tabernakel; Volksaltar aus Marmor; Ambo aus Kalksandstein und Sedile; bronzenes Taufbecken; Madonna. Von der alten Ausstattung blieb die \u00fcberlebensgro\u00dfe Barockplastik des Hl. Michael, des Kirchenpatrons der Pfarrkirche. 1981 baute die Fa. Kaulmann eine neue Orgel mit zwei Manualen und Pedalen und 16 Registern ein.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ORGEL.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-128\" src=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ORGEL-600x398.jpeg\" alt=\"ORGEL\" width=\"600\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ORGEL-600x398.jpeg 600w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ORGEL-250x166.jpeg 250w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ORGEL.jpeg 1023w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_INNEN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-127\" src=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_INNEN-452x600.jpg\" alt=\"KIRCHE_INNEN\" width=\"452\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_INNEN-452x600.jpg 452w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_INNEN-188x250.jpg 188w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_INNEN.jpg 771w\" sizes=\"(max-width: 452px) 100vw, 452px\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-125\" src=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE-600x398.jpeg\" alt=\"KIRCHE\" width=\"600\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE-600x398.jpeg 600w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE-250x166.jpeg 250w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE.jpeg 1023w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_126\" aria-describedby=\"caption-attachment-126\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_ALT.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-126\" src=\"http:\/\/test.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_ALT-600x365.jpeg\" alt=\"KIRCHE_ALT\" width=\"600\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_ALT-600x365.jpeg 600w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_ALT-250x152.jpeg 250w, https:\/\/www.aufhausen-ndb.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/KIRCHE_ALT.jpeg 1023w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-126\" class=\"wp-caption-text\">Die Kirche im Jahr 1962<\/figcaption><\/figure>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfarrkirche St. Michael \u00a0Am 18.10.1889 wurde der f\u00fcnfzigj\u00e4hrige Priester Ferdinand Lasser, vorher Expositus zu Dorfbach, Pfarrer in Aufhausen. 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