KRK-Aufhausen

Krieger- und Reservistenkameradschaft Aufhausen

 

Es war im Februar 1884, als Sergeant Weigl vom Polizeiposten Haunersdorf alle ehemaligen Krieger und Soldaten in den Brauereigasthof Maier in Aufhausen (später Gasthof Buchner) zu einer Versammlung einlud. Die Teilnehmer der Kriege 1866 und 1870/71schlossen sich zusammen und gründeten den Krieger- und Militärverein, um die im Feld geübte Kameradschaft in der Heimat weiterzupflegen. Dem Verein traten die Gedienten aus den Orten Aufhausen, Haunersdorf, Mettenhausen, Reichersdorf, Wildthurn, Exing, Rannersdorf, Lappersdorf, Prunn, Rengersdorf, Paßhausen und den dazugehörigen Einöden bei. Der Gründer des Vereins, Sergeant Weigl lehnte jedoch eine Wahl zum 1. Vorstand ab, so wurde Xaver Aigner als 1. Vorsitzender gewählt.

Zum Ruhen kam der Verein während des 1. Weltkrieges, doch um so intensiver wurde die Vereinstätigkeit 1919, galt es doch den Gefallenen dieses Krieges ein bleibendes Denkmal zu schaffen. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden Aufhausen und Rengersdorf konnte 1921 das Kriegerdenkmal im Dorf enthüllt werden, das von der Landauer Künstlerin Rose von Ranson entworfen und gefertigt wurde. Den Platz für das Kriegerdenkmal stellte damals der Bauer Alois Obermeier unentgeltlich zur Verfügung.

KriegerdenkmalEin weiteres Denkmal wurde vom Verein an der Nordseite der Pfarrkirche im selben Jahr angebracht, in dem alle Vereinskameraden in über 100 Jahren verewigt sind. Die Pflege dieser Denkmäler und ein weiteres in Prunn ist bis zum heutigen Tag Aufgabe des Vereins geblieben. Jährlich zweimal, beim Jahresfest im Frühjahr und beim Volkstrauertag im Herbst, werden dort Kränze in Erinnerung der Kriegstoten niedergelegt.

Gedenktafel

Da sich nach dem 1. Weltkrieg dann weitere Kriegervereine aus der Umgebung eintwickelten, beschränkte sich der Verein nur noch auf den Raum Aufhausen – Rengersdorf – Prunn, und nannte sich von nun an Krieger- und Veteranenverein.

Nach dem totalen Zusammenbruch 1945, dem 2. großen Weltkrieg, entwickelte dieser Verein neues Leben erst 1952. Es galt nun die vielen Gefallenen und Vermißten des Krieges 1939/45 in Erinnerung zu halten. Es bestätigte sich dabei abermals, daß die Krieger, welche heimkehren konnten, sich verpflichtet fühlten, der Draußengebliebenen und Verschollenen stets ehrenvoll zu gedenken.

 

Kriegsopfer gefallen 1914/18
Aufhausen:
Franz Hannecker, Ludwig Hirsch, Georg Hofmeiert, Anton Kölnberger, Josef Molz, Luwig Molz.

Rengersdorf:
Josef Eisenreich, Georg Fischer, Anton Freistadl, Johann Huber, Ludwig Huber, Franz Jakob, Xaver Jakob, Anton Meier, Heinrich Romberger, Johann Sporrer, Anton Wenninger, Franz Wenninger.

Kriegsopfer gefallen 1939/45
Aufhausen :
Michael Beer, Johann Biermeier, Dullinger Alfons, Dullinger Alios, Dullinger Max, Georg Flexeder, Josef Flexeder, Johann Fink, Erich Hainke, Alfons Hallschmid, Georg Heindl, Georg Hendlmeier, Max Huber, Alios Kern, Josef Kern, Walter Kroll, Anton Mauerer, Alios Obermeier, Athur Orlich, Martin Reischer, Josef Roth, Wilhelm Scharrer, Anton Wimmer.

Rengersdorf:
Ludwig Aigner, Josef Aster, Anton Eisenreich, Wilhelm Eisenreich, Georg Eberhard, Ernst Frank, Josef Hafender, Hermann Kahler, Georg Salzberger, Johann Schönhofer, Ludwig Steinbeißer, Anton Steinhuber, Johann Steinhuber, Josef Wieser.

Kriegsopfer vermißt 1939/45
Aufhausen:
Franz Xaver Flexeder, Franz Graser, Johann Hofmeister, Alios Huber, Albert Kaiser, Alios Kaiser, Ludwig Kern, Klemens Koll, Franz Miksch, Franz Xaver Poppenwimmer, Josef Poppenwimmer, Kurt Rubner, Johann Scharrer, Josef Schachtner, Albert Schlacht, Ludwig Ströbl, Franz Uhlir, Franz Wawro, Karl Wimmer.

Rengersdorf:
Franz Xaver Aigner, Ludwig Eisenreich, Johann Kandlbinder, Michael Koll, Alios Schönhofer, Ludwig Schönhofer.

Daß diese Tradition fortgesetzt wurde, gilt allen denen, die bereit waren, Verantwortung im Verein zu übernehmen.

Besonderen Dank gilt den 1. Vorständen:
1884 – 1922 Xaver Aigner
1922 – 1925 Michael Baumann
1925 – 1928 Ludwig Pollinger
1928 – 1955 Johann Schreckenast
1955 – 1958 Adolf Kropf
1958 – 1981 Josef Eisenreich
1981 – 1988 Anton Jahrstorfer
1988 – 1997 Karl Kugler
1997 – 2012  Anton Ritt
seit 2012 Werner Kurz

Die jahrhundertlange Kameradschafts- und Brauchtumspflege wurde bereits viermal mit einer Fahnenweihe gefeiert:
1885 mit Fahnenmutter Maria Obermeier
1959 mit Fahnenmutter Paula Aigner
1984 mit Fahnenmutter Else Renner
2009 mit Ehren-Fahnenmutter Else Renner

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